A 20 leicht gemacht!
Heute: Die Industrie- und Handelskammer

Man liest und hört ja immer viel über die Industrie- und Handelskammer.

Die soll sich ja gaaaanz doll einsetzen.

Für die Unternehmer nämlich.

Soll gut sein, für die Unternehmer.

Aber was tut sie denn nun eigentlich so, die IHK?

Machen wir es doch mal so wie Lehrer Bömmel aus der „Feuerzangenbowle“.

Da stelle mer uns janz dumm. Und dann sage mer so:

Ene IHK, dat is ene Interessenvertretung.

Da stelle mer uns wieder janz dumm. Und dann sage mer so:

Ene Vertretung, dat is ener, der für enen anderen spricht.

Da stelle mer uns nochmal janz dumm. Und dann sage mer so:

En anderer, dat is der Unternehmer.

Soweit, so gut.

 

Da stelle mer uns doch jetzt mal den Unternehmer vor.

Der macht das so:

Er unternimmt was. Deshalb heißt er ja so. Er gründet eine Firma. Die muss er anmelden. Gewerbeanmeldung nennt man das. Dann wird er in ein Register eingetragen. Handelsregister nennt man das. Und schwupps – schon ist er drin, der Unternehmer. In der IHK. Geht ganz von allein. Muss er sich gar nicht drum kümmern, der Unternehmer. Da freut er sich bestimmt! Nun muss er Beiträge bezahlen. An die IHK. Dafür vertritt sie seine Interessen. Sagt sie. Sie weiß nämlich ganz genau, was der Unternehmer sich wünscht. Sagt sie. Könnte aber ja sein, dass der Unternehmer gegen die A 20 ist. Weil die A 20 seine Existenzgrundlage zerstören würde. Soll’s geben. Habe ich gehört.

 

Da stelle mer uns doch jetzt mal vor, wie die IHK für den Unternehmer spricht.

Die macht das so:

Da gibt’s den „Förderverein Pro A 20 e. V.“ zum Beispiel. Der will die A 20. Unbedingt. Schreibt er. Im Internet. Auf einer Homepage. Die hat ein Impressum. Darin steht die IHK Bremerhaven.

Da gibt’s den „Parlamentarischen Beirat“ zum Beispiel. Der gehört auch zu diesem Verein. Der redet mit Parlamentariern. Über die A 20. Da sitzen Leute drin, im Beirat. Die sind im Europaparlament. Oder im Bundestag. Oder im Landtag. Oder sie waren zumindest mal drin. Steht so in der Satzung. Von dem Verein.

Da gibt’s Parlamentarische Abende. Veranstaltet von der IHK. In Berlin. Mit hochkarätigen Politikern. Da sitzt man nett beisammen. Spricht über die Autobahn. Das finden dann alle prima. Wisst ihr aber ja schon.

 

Da stelle mer uns nochmal janz dumm. Und dann frage mer so:

Wie kann eine Interessenvertretung, die derartig deutlich eine einseitige Position bezieht, alle Unternehmer vertreten?

Unternehmer wohlgemerkt, die keine Wahl haben, ob sie von der IHK vertreten werden wollen – oder nicht?

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